Vorurteile ade: Warum das Hörgerät besser ist als sein Ruf
Ein Hörgerät stellt immer noch ein gesellschaftliches Stigma dar - zu unrecht.

So verweigern viele, vor allem ältere Menschen den Gang zum Hörgeräteakustiker und entscheiden sich lieber für den zunehmenden Verlust an Lebensqualität. Ein Fehler - Hörgeräte sind längst besser als ihr Ruf. Einigen Geräten wird bereits nachgesagt, sogar bessere Verstärkungs- und Klangeigenschaften als das menschliche Ohr aufzuweisen.

Gewinn an Lebensqualität durch das Hörgerät

Zunächst verbessert ein Hörgerät die Hörfähigkeit um ein Vielfaches. Natürlich, mit einem technischen Hilfsmittel lässt sich nicht die ursprüngliche Hörfunktion rekonstruieren - doch immerhin erleichtert es die Partizipation an Unterhaltungen, das abendliche Fernsehen oder den Besuch im Restaurant. Naturliebhaber kommen zudem in den erneuten Genuss von Vogelgezwitscher und dem Rauschen des Windes in den Blättern. Kurzum: Hörgeräte haben das Potenzial, das soziale, psychische und physische Wohlbefinden des Trägers maßgeblich zu steigern. Die Gefahr der psychischen Belastungen und der Einschränkungen im Alltag die durch eine verminderte Hörleistung auftreten, sollten nicht unterschätzt werden.

Wahre Wunder der Technik

Waren Hörgeräte früher recht große, unansehnliche Geräte, die den Träger als in seiner Sinneswahrnehmung eingeschränkt stigmatisieren, gibt es längst kleine, kaum sichtbare Geräte mit einem optimierten Raumklang. Sogar Designpreise werden inzwischen an Hörgeräte vergeben. Innovative Systeme, die auf elektronischer Chiptechnologie basieren und damit Hochleistungscomputer im Miniaturformat sind, haben das menschliche Gehör zum Vorbild. Sie verarbeiten Schallsignale hochauflösend und streben eine natürliche Wiedergabe des Raumklangs an. Die Zeiten von Rückkopplungen und Störgeräuschen gehören damit endgültig der Vergangenheit an. Dabei ist nicht nur die individuelle Lautstärkeregelung einzelner Frequenzen möglich, auch kann eine automatische Anpassung in verschiedenen akustischen Umgebungen die soziale Teilhabe deutlich verbessern. Dank der smarten Verbindung zu einer App funktionieren moderne Hörgeräte dabei gleichzeitig als Empfänger für Fernseh- und Audiosignale sowie als Ersatz für den Telefonhörer - automatische Klangoptimierung und unterschiedliche Hörprogramme inklusive.

Auch der wissenschaftliche Nutzen von Hörgeräten ist bewiesen

Wer stichhaltige Argumente benötigt, um Freunde oder Familienangehörige zum Gang zum Hörakustiker zu bewegen, kann gleich auf eine ganze Reihe wissenschaftlicher Studienergebnisse zurückgreifen. So verbessern Hörgeräte nicht nur ganz allgemein die Lebensqualität, sondern helfen dabei

  • familiäre Beziehungen zu verbessern,
  • das eigene Selbstwertgefühl zu stärken,
  • das emotionale Leben zu stärken,
  • die physische Gesundheit zu verbessern,
  • die Konzentrationsfähigkeit zu steigern,
  • das persönliche Unabhängigkeits- und Sicherheitsgefühl zu verbessern,
  • Ermüdung und Erschöpfung zu reduzieren,
  • die eigenen sozialen Fähigkeiten innerhalb einer Menschengruppe zu verbessern,
  • die sozialen Kontakte auszuweiten,
  • die beruflichen Leistungen zu verbessern.

Fazit

Heutzutage gibt es keinen Grund mehr, sich für das Tragen eines Hörgerätes zu schämen. Fast schon lassen sich die Wunder der Technik als Lifestyle-Accessoires bezeichnen, in jedem Fall verbessern sie Lebensqualität des Trägers um ein Vielfaches. Die individuelle Beratung bei einem Fachmann ermöglicht dabei die optimale Anpassung an das eigene Ohr.