Nostalgie: Warum wir Horn- und Pilotenbrillen lieben
Richtige Modeklassiker erfinden sich immer wieder neu: Das gilt auch für die „Veteranen“ der Brillenmode – die Hornbrille und die Pilotenbrille.

Manche Brillenmodelle wie etwa die Hornbrille oder die Pilotenbrille sind wahre Stil-Klassiker und überstehen alle Zeiten. Gerade die auffälligen und markanten Hornbrillen tauchen immer wieder aus der Versenkung auf. Dabei waren Hornbrillen bei modebewussten Menschen früher alles andere als beliebt. Sie wurden in erster Linie mit Belesenheit, Intellektualität und vor allem mit Biederkeit assoziiert. In den 1960er und 70er Jahren waren sie das Symbol schlechthin für Spießigkeit. Wer sie trug, galt unweigerlich als Langeweiler und Biedermann. „Kassenmodelle“ nannte man die Brillen mit breiter Fassung abschätzig, da sie im Gegensatz zu den dezenteren Designer-Modellen früher zur Gänze von den Krankenkassen bezahlt wurden.

Hollywood mag die Hornbrille

All das hat die Hornbrille längst hinter sich gelassen: Sie gilt mittlerweile als absoluter Trendsetter, auf den auch Hollywood-Promis schwören. Johnny Depp hat die Hornbrille sogar zu seinem Markenzeichen erkoren. Prominente Schauspieler-Kolleginnen beweisen, dass die auffälligen Fassungen sogar zierlichen Frauen gut stehen. Die markanten Gestelle bilden einen spannenden Kontrast zu femininen, zarten Gesichtern und verleihen Ausdruck sowie Profil. Wer es den Promi-Frauen nachmachen möchte, sollte allerdings darauf achten, dass der Brillenrahmen nicht zu massiv ist. Schlankere, weniger auffällige Fassungen in Honig- und warmen Brauntönen sehen bei Frauen meist besser aus. Wer als Mann sympathisch und intellektuell rüberkommen möchte, punktet mit einer leicht eckigen Hornbrille in einer nicht zu dunklen Farbe. Bei sehr dunklen und schweren Hornbrillen sollten beide Geschlechter vorsichtig sein: Die Gesichtszüge können dahinter regelrecht verschwinden.

Im Job sind die stylishen Brillen, die längst nicht mehr aus Horn, sondern aus modernem Kunststoff bestehen, übrigens unschlagbar: Sie strahlen Seriosität aus und fördern ein selbstbewusstes Auftreten. Doch auch wer „nur“ einen Blickfang zum Ausgehen sucht, trifft mit der Hornbrille eine gute Wahl: Die trendige Brille ist ein absoluter Hingucker und daher eine beliebte Zweitbrille für all jene, die sie nur des Styles wegen tragen.

Alt, aber immer wieder gut: die Pilotenbrille

Neben der Hornbrille ist auch die lässig-leichte Pilotenbrille ein besonders beliebtes Nostalgie-Modell. Die begehrten Fliegerbrillen beeindrucken durch ihre Verspieglung und ihre besondere Form: Der obere Rand ist gerade, während der untere Rand durch seinen tropfenförmigen Schwung für einen coolen Look sorgt. Die Sonnenbrille wurde erstmals in den 1930er Jahren für die U.S. Army hergestellt, um die Piloten bei ihren Flügen vor der Sonnenblendung zu schützen. Wenige Jahre später kam das noch heute auf der ganzen Welt bekannte Modell Ray Ban („banned the sun’s rays“) auch für Zivilisten auf den Markt. Groß in Mode war die Pilotenbrille dann in den 1960er Jahren, als sie Stars wie Paul McCartney und Freddie Mercury zum Kult machten. Tom Cruise und andere Hollywood-Promis bescherten der Sonnenbrille in den 1980er Jahren erneut einen Starauftritt. Seither erlebt die Pilotenbrille ein Comeback nach dem anderen – gerne auch mal bunt und schrill mit peppigen Gestellen oder golden verspiegelten Gläsern!

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