Gepflegtes (Aus-)Sehen: 5 Tipps für saubere Brillengläser
Jeder Brillenträger kennt das Problem: Kaum ist die Brille falsch angefasst, stört ein Fettfleck die ungehinderte Sicht, das Trocknen nach dem Regen hinterlässt einen Schmierfilm oder Staubpartikel trüben den Durchblick.

Die Lösung lautet stets: Brille putzen. Dabei ist das Frustpotenzial nach der Reinigung hoch - nicht selten ist die Brille danach verschmierter als vorher. Einige Tipps zum richtigen und effektiven Brillenputzen.

Die klassische Reinigung unter fließendem Wasser

Am einfachsten und effektivsten ist das Abspülen der Brille. Die Reinigung unter fließendem Wasser trägt dazu bei, kleine Staubpartikel wegzuspülen, die die Gläser zerkratzen könnten. Ein kleiner Zusatz von Spülmittel, Glasreiniger oder einem speziellen Brillenputzmittel hilft außerdem, Fettrückstände zu beseitigen und einem Schmierfilm nach dem Abtrocknen vorzubeugen. Doch Vorsicht: Hautschonendes Spülbalsam kann für Schlieren auf den Gläsern sorgen.

Ebenso wichtig wie das Abspülen ist das Trocknen der Gläser. Vorsicht: Hände weg von Kleidungsstücken oder einem Papiertaschentuch - diese sind pures Gift für die Gläser, die Stoffe wirken wie Schleifpapier. Besser ist ein Mikrofaser- oder ein spezielles Brillenputztuch. Zum Abtrocknen reicht sanfter Druck von beiden Seiten, am besten von außen nach innen. So verteilen sich etwaige Fettrückstände, die sich vorzugsweise am Nasenbügel sammeln, nicht direkt wieder auf die geputzten Gläser.

Die Wellness-Kur für die Brille: das Ultraschallbad

Alle 3-6 Monate empfiehlt sich für die Brille ein Ultraschallbad - quasi eine Wellness-Kur für die Sehhilfe. Diese bieten viele Optiker als kostenlose Serviceleistung an. Alternativ lassen sich entsprechende Geräte käuflich für den Hausgebrauch erwerben.

Dont’s bei der Brillenreinigung

Vorsicht geboten ist vor allem beim potenziellen Verkratzen der Brille. Verkratzte Gläser sind nicht nur irreparabel geschädigt, sondern erschweren zudem das Scharfsehen - das Auge hat durch das Ausgleichen unscharfer verkratzter Bereiche zusätzliche Arbeit Kopfschmerzen und Ermüdung sind die Folge. Deshalb: Hände weg von scharfkantigen Gegenständen, um hartnäckige Flecken oder etwaige Farbspritzer von der letzten Renovierung zu entfernen. Diesen hält auch die hochwertige Hartschicht nicht stand, das Glas ist dauerhaft beschädigt. Vielmehr empfiehlt sich das Einweichen und vorsichtige Entfernen mit dem Fingernagel.

Ebenfalls gilt: Hände weg von Lösungsmitteln wie Terpentin. Die sind zwar geeignet um Fettrückstände zu lösen, lösen aber gleichzeitig die Oberflächenbeschichtung der Gläser ab. Als drittes und letztes ist das schnelle Säubern der Brille mit dem Pulloverärmel in dieser Kategorie zu nennen. Schnell verkratzen die Gläser durch kleine Partikel, die sich in der Kleidung festgesetzt haben. Auch wirkt Baumwolle wie Schleifpapier, das die Gläser nachhaltig schädigen kann. Besser ist es da, ein Brillenputztuch mitzuführen, das Abhilfe schafft, wenn mal kein Waschbecken mit Spülmittel in der Nähe ist. Vorsicht geboten ist hingegen bei (billigen) Feuchttüchern: Diese stehen teilweise im Verdacht, die Brille aufgrund enthaltener Chemikalien zu schädigen.

Beim Brillenkauf vorsorgen: Brillengläser mit Lotuseffekt

Wer besonders lang etwas von seinen sauberen Gläsern haben möchte, setzt auf eine spezielle Beschichtung: Mithilfe moderner Nanotechnologie lassen sich Gläser versiegeln und extrem glätten, sodass Schmutzpartikel und Flüssigkeiten einfach abperlen. Ein Effekt, den sich die Technik in der Natur abgeschaut hat. Ein weiterer Vorteil ist die geringere Empfindlichkeit gegenüber Kratzern und die ausbleibende statische Aufladung der Gläser.